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Stand: 06.07.2016

Pressemitteilung

Offenes Haus für die Begegnung von Jung und Alt

Eine Bewohnerin und Leiter Florian Kutschke-KäßDie Möglichkeit, im Freien zu sitzen, schätzen Bewohner und Mitarbeiter wie Leiter Florian Kutschke-Käß.Caritasverband Speyer

Nicht erst seit 25 Jahren, sondern schon viel länger besteht die Caritas-Altenhilfe in Frankenthal. In der Carl-Theodor-Straße 8 gab es seit 1960 das Caritas-Altenheim Heilig Geist. Da das Gebäude renovierungsbedürftig war, wurde ab den 1980er Jahren unter Leitung von Thomas Kranz ein Neubau ins Auge gefasst. Verschiedene Standorte in Frankenthal wurden geprüft und wieder verworfen. Unter dem folgenden Leiter Herrn Lelle konnten die Pläne umgesetzt werden, denn es wurde ein Bauplatz in Zentrumsnähe gefunden:  "Durch Zufall erfuhren wir, dass das Baugeschäft Riel und Sohn aufgegeben wurde", ist aus der Chronik zu erfahren. Verfasst hat sie Pflegedienstleiterin Marion Bäcker. Die 57-Jährige kam bereits 1981 zur Caritas und kann sich an den Übergang vom alten ins neue Haus erinnern.

Vor allem das Jahr 1992 ist ihr in besonderer Erinnerungen geblieben. In dem Jahr wurde der Neubau mit 500.000 DM durch die Fernsehlotterie "Goldene 1" unterstützt. "Dafür rückte ein Filmteam mit Max Schautzer an", erzählt Marion Bäcker. Gefilmt wurde nicht nur die Übergabe des symbolischen Schecks, sondern auch eine Bewohnerin, die mit dem Filmteam durch die Stadt zog und ihnen unter anderem ihr früheres Zuhause zeigte. "Viel Aufregung für wenig Sendezeit", bringt es die Pflegedienstleiterin auf den Punkt.

Umzug und Einweihung 1994

Das Gästetuch von der Einweihung vor 25 JahrenMit ihren Unterschriften haben sich die Gäste bei der Einweihung vor 25 Jahren verewigt. Caritasverband Speyer

Zwei Jahre später war es soweit. Am 12. März 1994 zogen die rund 50 Bewohner in das neue Haus in der Rheinstraße 43 - "zum Teil zu Fuß, andere im Rollstuhl, einige im Krankenwagen und manche wurden von ihren Angehörigen gefahren." Marion Bäcker hielt am Umzugstag mit einer Bewohnerin die Stellung, bis diese abgeholt wurde. Dann hatte sie die Aufgabe, das Haus abzuschließen, erinnert sie sich noch  heute. Viele hätten ihrer vertrauten Umgebung nachgetrauert, denn "das alte Haus war kleiner und familiärer."

Doch der Neubau bot auch Vorteile: "Es gab viel mehr Platz - größere Zimmer und jedes hatte eine Nasszelle und eine Toilette." Das neue Haus in der Rheinstraße mit seinen vier Stockwerken hatte nun auch mit 80 Pflegeplätzen Raum für mehr Bewohner: "Eine Riesenveränderung", gibt Marion Bäcker den Neubeginn wieder: "Bewohner und Mitarbeiter mussten sich ja erst mal in dem für sie neuen Haus zurechtfinden und in eine routinierte Tagesstruktur übergehen."

Gerne angenommen wurde die Kapelle mit ihren Gottesdiensten, die für Besucher geöffnet war und auch als Begegnungsstätte genutzt wurde. Ein weiterer nicht unwesentlicher Bestandteil des Caritas-Altenzentrums Heilig Geist, wie es seitdem hieß, war das Essen, das einen großen Stellenwert hatte und nach wie vor hat.Mit umgezogen sind damals auch die indischen Ordensschwestern, die seit 1991 die Arbeit in Heilig Geist unterstützen. Auch heute noch leben Ordensschwestern im Haus.

Am 23. September 1994 wurde das Haus feierlich durch den damaligen Caritasdirektor Alfons Henrich und Bischof Anton Schlembach. Diesem Ereignis wird auch bei der Jubiläumsfeier am 30. August gedacht, wenn viele geladene Gäste kommen.

Begegnung von Jung und Alt

Bewohnerin und Mitarbeiterin beim HochbeetEin Hochbeet haben gemeinsam Bewohner und Mitarbeiter im Außenbereich angelegt. Caritasverband Speyer

Mit dem Umzug ins neue Domizil waren nicht nur räumliche Veränderungen verbunden, sondern auch die Altenhilfe wurde ausgebaut. So wurde die soziale Betreuung unter Leitung von Ruth Vollmer eingeführt. Ihr Team übernahm neben der Einzelbetreuung auch Aktivitäten für Gruppen, denen sich die Bewohner nach ihren Bedürfnissen anschließen konnten. Ausflüge und kreatives Gestalten zählen unter anderem zu den Angeboten. Nachdem Ruth Vollmer in den Ruhestand ging, übernahm Lydia Schlöter als Teamleiterin die soziale Betreuung. Ruth Vollmer übt seitdem das Amt der Ehrenamtskoordinatorin aus.

Ins Jahr 1994 fiel auch ein weiteres Jubiläum: Der ehrenamtliche Besucherkreis wurde zehn Jahre alt. Inzwischen wurde das ehrenamtliche Engagement  ausgeweitet und umfasst jetzt unter Leitung von Ehrenamtskoordinatorin Ruth Vollmer auch Aktivitäten mit den Bewohnern wie Gesellschaftsspiele, Singen und Spaziergänge.

Mittlerweile gibt es das Ehrenamt in Heilig Geist seit 30 Jahren. Das ehrenamtliche Engagement wird als Bereicherung erfahren und das Haus ist offen für Interessierte, die sich engagieren möchten: "Auch heute sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter willkommen", betont Marion Bäcker.

Darüber hinaus engagieren sich auch Vereine im Caritas-Altenzentrum Heilig Geist. Im Februar 1995 veranstaltete der Carnevalverein Chorania seine erste Faschingsveranstaltung für die Bewohner von Heilig Geist. Ab diesem Jahr sorgten die Vereinsmitglieder jedes Jahr an Fasnacht für Stimmung. Neben den Karnevalisten kommen gern auch weitere Vereine und Gruppen ins Altenzentrum und erfreuen die Bewohner mit ihrem Programm.

Gemeinsamer Ausflug in die InnenstadtDank der Nähe zur Innenstadt können die Bewohner immer mal wieder einen Stdtbummel unternehmen, bei Bedarf auch in Begleitung. Caritasverband Speyer

Weihnachtsfeier, Faschingsfeier und Sommerfest - immer wieder lädt das Altenzentrum Bewohner, Angehörige und Gäste zu Veranstaltungen ein. Denn: "Wir verstehen uns als offenes Haus, als Begegnungsstätte von Jung und Alt", betont Florian Kutschke-Käß, der seit sieben Jahren die Leitung innehat. Vielfältige Veranstaltungen wie Dia- und Gesangsvorträge und Konzerte sorgen für Abwechslung. Mit verschiedenen Schulen besteht eine Zusammenarbeit und Schüler besuchen immer wieder Heilig Geist.

Treue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"Über 25 Jahre hinweg ein Zuhause für viele Bewohner", zieht Florian Kutschke-Käß Bilanz zum Jubiläum. Für eine gute Pflege und Betreuung der Bewohner zeichnen rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Viele von ihnen sind schon seit mehreren Jahren dem Haus verbunden, teilweise über Jahrzehnte hinweg.

Ausblick

Seit dem Einzug 1994 hat sich das Leben im Haus -  und damit auch die Mitarbeiter - stetig weiterentwickelt. Auch die Zukunft bringt für die Altenhilfe Herausforderungen. So verändern sich die Rahmenbedingungen der Pflege und Betreuung sowie gesetzliche Vorgaben stetig. Ebenso verändern sich die Bewohner und ihre Erwartungen. Dieser Aufgabe stellt sich das Caritas-Altenzentrum Heilig Geist.

So nimmt die Einrichtung teil an Aktionen wie dem "Tag der älteren Generation", "Zeit für Menschen" und "Der Pflege geht die Luft aus". "Wir waren und sind an politischen Aktionen beteiligt, die sich für eine bessere, bewohnerbezogene Pflege einsetzen. Zudem ist das Altenzentrum in verschiedenen Gremien vertreten, unter anderem im "Runder Tisch Pflege". 

Jubiläumsfeiern

Mit geladenen Gästen wird am Freitag, 30. August, das 25-jährige Bestehen gefeiert. An die breite Öffentlichkeit richtet sich das Sommerfest am 7. September.

 Text und Bilder: Caritasverband für die Diözese Speyer

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